Eschenbach / OPf., 11.05.2021, von Thomas Schiller

Kleine Ursache – große Wirkung: Gebäude steht in Windeseile in Vollbrand

Nach Vollbrand eines Wohnhauses in Eschenbach wurde der THW Ortsverband Weiden zur Objektsicherung durch die Feuerwehr alarmiert, um Gebäude und Dach gegen Witterungseinflüsse zu schützen.

Der durch das Feuer zerstörte Dachstuhl wurde durch das THW mit Latten und Folienbahnen vor weiteren Witterungseinflüssen geschützt. Dabei wurde mit entsprechender Absturzsicherung gearbeitet. (Bilder: Julian Meier)

Als in den frühen Nachmittagsstunden des 11.05.2021 über die Warn-App NINA die Meldung kam, dass im Bereich Eschenbach und Speinshart aufgrund starker Rauchentwicklung Türen und Fenster geschlossen bleiben sollen, war noch nicht absehbar, dass es auch für das THW ein langer Abend werden sollte. 

Aber der Reihe nach. In einem zweigeschossigen Wohnhaus in Eschenbach kam es zu einem ausgedehnten Brand. Brandherd sei wohl im Bereich der Terrasse gewesen. Von dort aus griffen die Flammen schnell auf das komplette Gebäude über, kletterten über die Fassade ins Dachgeschoss und setzten dies unter Vollbrand. Unter massivem Wassereinsatz zahlreicher Feuerwehren gelang es den Brand unter Kontrolle zu bringen. Als um 17:57 Uhr der Alarm für den THW-Fachberater kam war das Feuer bis auf diverse Glutnester im Dach weitgehend gelöscht. Die Anforderung kam, da sich die Einsatzleitung vor Ort aufgrund von Schlechtwetterprognosen dazu entschloss, das Dach sichern zu lassen. 

Nach erster Erkundung durch den THW-Fachberater folgte der Vollalarm für den Ortsverband Weiden zur Objektsicherung mittels Latten, Holzplatten und Planen. Neben Zugtrupp rückten die Bergungsgruppe und die Fachgruppe Räumen zur Einsatzstelle aus. 

Es galt, das Dach gegen Sturm und Regen zu schützen und somit weiteren Schaden am Gebäude bzw. Verwischen von Brandspuren zu verhindern. Gegen Absturz gesicherte Helfer brachten am Dach Folienbahnen mit Dachlatten an, während die Kameraden „am Boden“ weitere Folienbahnen vorbereitet haben. Erschwerend kam hinzu, dass auf der von der Straße abgewandten Dachseite eine PV-Anlage installiert gewesen war, die vom Brand weitgehend verschont geblieben schien. 

Gegen 0:30 Uhr nachts waren die Arbeiten soweit abgeschlossen, dass die Einsatzstelle von Feuerwehr und THW verlassen werden konnte. Einsatzkräfte der Polizei waren bis zum Abschluss der Arbeiten vor Ort geblieben, haben dann die Einsatzstelle übernommen und das Gebäude bis zum Abschluss der Ermittlungsarbeiten versiegelt.  

Das THW Weiden war mit insgesamt 17 Einsatzkräften und sechs Fahrzeugen vor Ort.


  • Der durch das Feuer zerstörte Dachstuhl wurde durch das THW mit Latten und Folienbahnen vor weiteren Witterungseinflüssen geschützt. Dabei wurde mit entsprechender Absturzsicherung gearbeitet. (Bilder: Julian Meier)

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