21.05.2017, von Andreas Duschner

Blauer Strom, süße Verführungen und bärenstarke Hebekissen

THW Weiden bereichert den 16. Verkehrssicherheitstag „Boxxenstopp“ der Polizei Oberpfalz

Dass die Polizei und das Technische Hilfswerk (THW) verlässliche Partner sind, ist nichts Neues. Eine Besonderheit bildet jedoch der Verkehrssicherheitstag der Polizei in Weiden, welcher seit drei Jahren ohne die Unterstützung durch das THW wohl so nicht mehr stattfinden würde. Denn ohne Strom läuft bekanntlich nichts. 

Bereits seit 16 Jahren führt die Polizeiinspektion Weiden einen jährlichen Verkehrssicherheitstag mit dem Titel „Boxxenstopp“ durch. Der inzwischen ungebrochene Erfolg der Veranstaltungsreihe hat sogar dazu geführt, dass das Polizeipräsidium Oberpfalz mit ihrem Präsidenten Gerold Mahlmeister darauf nicht mehr verzichten möchte. Jedes Jahr ist es für ihn und den Weidener Oberbürgermeister Kurt Seggewiß eine Selbstverständlichkeit, sich persönlich von den Präventivmaßnahmen zu überzeugen und als Schirmherren zu fungieren. 

Dabei stand die Stromversorgung vor drei Jahren auf der Kippe. Die Stadt Weiden stellte ihre freiwilligen Leistungen für Dritte auf den Prüfstand. Dazu gehörte auch die mehrere tausend Euro teure Bereitstellung eines Stromanschlusses auf dem Großparkplatz Naabwiesen, wo pro Jahr mehrere Events stattfinden. Die Polizei selbst hatte ebenfalls nur ein begrenztes Budget. Eine Alternative musste her und so sprang der Ortsverband Weiden des Technischen Hilfswerks (THW) ein und übernahm spontan die Organisation und Durchführung der Energieversorgung. Möglich machte dies die Ausstattung der örtlichen Gefahrenabwehr, welche neben einem 60 kVA Aggregat auch das nötige Material an Kabeln und Baustromverteilern umfasst. Außerdem besteht zu den Stadtwerken Weiden ein guter Draht, welche dem THW seither jährlich ihre 350 kVA große Netzersatzanlage zur Verfügung stellen.  

Während früher das THW nur zu den Ausstellern zählte, ist es inzwischen verlässlicher Partner für die Infrastruktur der Veranstaltung mit jährlich rund 6.000 Besuchern. Der Boxxenstopp ist Schauplatz für alle Organisationen und Behörden mit Sicherheitsaufgaben sowie verschiedenen Anbietern, welche Lösungen für einen sicheren Straßenverkehr parat haben. Neben der Landespolizei sind auch die Bundespolizei, die tschechische Polizei sowie die US-Militärpolizei des Truppenübungsplatzes Grafenwöhr alljährlich vor Ort. Zu den Highlights zählte abermals die gemeinsame Vorführung des Bayerischen Roten Kreuzes, der Freiwilligen Feuerwehr Weiden und des Technischen Hilfswerks. Mit einem ausgesonderten Lastkraftwagen wurde ein Unfall mit einem Fahrradfahrer nachgestellt, bei dem der unter den Lkw liegende Radler gerettet werden musste. Diese Aufgabe übernahm des THW mit seinen Hebekissen und einem fachgerechten Unterbau. Parallel dazu befreite die Feuerwehr den eingeklemmten Beifahrer aus dem Führerhaus. Im Anschluss wurde die Versorgung und der Abtransport durch das BRK simuliert. Unter großem Beifall der „legalen Schaulustigen“, wie es Moderator Jürgen Meyer und Thomas Frischt von der Polizei betonten, wurde die Aufgabe mit Bravour und Hand-in-Hand gemeistert. THW-Zugführer Heiko Engelbrecht und Gruppenführer Falco Bauer sorgten also nicht nur für blauen Strom, sondern auch für Begeisterung bei den Zuschauern. Wer dabei Lust an einer Mitwirkung im THW bekam, konnte sich am Infostand über die Vorteile des Ehrenamts informieren. 

Nachdem die Veranstaltung am Muttertag stattfand, waren auch die süßen Verführungen der Vereinigung der Helfer und Förderer des THW Weiden e. V. stark nachgefragt. Für die Besucherinnen und Besucher dürfte dies für Gewissheit gesorgt haben, dass die Einsatzkräfte der Bundesanstalt auch mit Gaumenfreuden dienen können. 


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