30.10.2019, von Andreas Duschner

Unheimliche Brandserie

Unheimliche Brandserie fordert das Technische Hilfswerk (THW) bereits zum dritten Mal innerhalb weniger Wochen.

Erneut unterstützte das Technische Hilfswerk mit insgesamt sieben Fahrzeugen und 18 Einsatzkräften die Feuerwehren bei der Bekämpfung eines Großbrandes.

Weiterer Großbrand einer mit Stroh gefüllten Scheune in Rothenstadt bei Weiden Weiden.

Als in der Nacht zum Mittwoch der Funkmeldeempfänger des THW-Fachberaters um 00:39 Uhr durch die Integrierte Leitstelle (ILS) Nordoberpfalz ausgelöst wurde, verhieß die Alarmmeldung „Vollbrand landwirtschaftliches Anwesen“ erneut nichts Gutes. Bereits zum dritten Mal innerhalb weniger Wochen wurde neben zahlreichen Feuerwehren erneut das Technische Hilfswerk (THW) benötigt. Diesmal kam die Unterstützung sogar bis aus dem Ortsverband Schwandorf.

Schon seit Ende September erleben die Einsatzkräfte von Feuerwehr, Bayerischem Roten Kreuz (BRK), Polizei sowie dem Technischen Hilfswerk (THW) immer wieder unruhige Nächte. Nach dem Brand eines Strohlagers am 27.09.2019 in Weiden und einer Scheune am 07.10.2019 in Luhe-Wildenau, kam es am 30.10.2019 gleich zu zwei ähnlich gelagerten Fällen: Zunächst brannte in Schirmitz ein Strohlager auf freier Fläche, bevor kurz nach Mitternacht in Rothenstadt bei Weiden wieder eine komplette Scheune in Flammen aufging. Rund 450 Stroh- und Heuballen sowie 100 Tonnen Getreide boten dem Feuer genug Nahrung, um die Stallung komplett zu zerstören. Glücklicherweise kamen weder Menschen noch Tiere bei diesem Großbrand zu Schaden.

Nachdem das Feuer in Rothenstadt unter Kontrolle war, wurden um 01:22 Uhr der Zugtrupp, die Bergungsgruppe sowie die Fachgruppe Räumen des Technischen Hilfswerks (THW) aus Weiden zur Unterstützung nachalarmiert. Mit insgesamt 15 Einsatzkräften und vier Fahrzeugen wurden die Feuerwehren beim Beräumen und Ablöschen des Brandgutes unterstützt.

Mit schwerem Gerät und eigenen Atemschutzgeräteträgern wurden Hand in Hand die Glutnester bekämpft. Ferner leuchtete das THW mittels einer Lichtgiraffe die Einsatzstelle großflächig aus. Gegen 04:00 Uhr wurde noch ein Mobilbagger des THW Ortsverbandes Schwandorf nachgefordert. Das THW Schwandorf rückte daraufhin mit zwei Fahrzeugen und drei Einsatzkräften an, um mithilfe des am Bagger installierten Sortiergreifers das Brandgut noch besser auseinanderziehen zu können.

Insgesamt rund zwölf Stunden kämpften Feuerwehr und THW gegen die Flammen sowie die Folgen des Brandes. Die letzten der insgesamt 249 Einsatzkräfte konnten erst um die Mittagsstunden die Einsatzstelle verlassen. Die Brandursache ist noch ungeklärt. Die Polizei ermittelt derzeit in alle Richtungen.

 

  

 Unheimliche Brandserie - Weiter Fall in Grünau...

 

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Chronologie einer Brandserie:

• Am 27.09.2019 brennt in Weiden nähe der Südost-Tangente ein großes Strohlager im Freien. Neben zahlreichen Feuerwehrleuten ist auch das THW Weiden mit vier Fahrzeugen und zehn Einsatzkräften insgesamt sieben Stunden im Einsatz. Neben der Beräumung des Brandgutes unter schwerem Atemschutz wird das Gelände auch großflächig ausgeleuchtet.

• Am 07.10.2019 wird in Luhe-Wildenau im Ortsteil Unterwildenau der Vollbrand eines landwirtschaftlichen Anwesens gemeldet. Die rund 300 brennenden Strohballen vernichten eine Scheune sowie eine auf dem Dach installierte Photovoltaikanlage. Auf Anforderung der Feuerwehr Oberwildenau ist das THW Weiden mit elf Einsatzkräften und vier Fahrzeugen rund zwölf Stunden im Einsatz. Wieder werden schweres Gerät, Atemschutz und die Lichtgiraffe benötigt.

• Am 30.10.2019 brennt neben einem Strohlager auf freiem Gelände bei Schirmitz erneut eine Scheune in Rothenstadt bei Weiden. Wieder handelt es sich um ein Getreide- und Strohlager, welches nicht mehr gerettet werden kann. Die THW-Ortsverbände aus Weiden und Schwandorf unterstützen mit insgesamt sieben Fahrzeugen und 18 Einsatzkräften die Feuerwehren bei den Lösch- und Räumarbeiten und leuchten die Einsatzstelle großflächig aus. Erst nach rund zwölf Stunden kann der Einsatz beendet werden.


  • Erneut unterstützte das Technische Hilfswerk mit insgesamt sieben Fahrzeugen und 18 Einsatzkräften die Feuerwehren bei der Bekämpfung eines Großbrandes.

  • Mithilfe einer Lichtgiraffe wurde die Einsatzstelle großflächig ausgeleuchtet.

  • Rund 450 gelagerte Stroh- und Heuballen machten die Brandbekämpfung besonders aufwendig. Der Einsatz konnte erst nach rund zwölf Stunden beendet werden.

  • Mit einem Mobilbagger vom Ortsverband Schwandorf sowie dem Radlader aus dem Ortsverband Weiden unterstütze das Technische Hilfswerk (THW) bei der Beräumung des Brandgutes.

  • Von kurz nach Mitternacht bis in die Morgenstunden dauerte der dritte Brandeinsatz innerhalb weniger Wochen an. Erneut musste das Heulager erst komplett geräumt werden, bevor auch die letzten Glutnester gelöscht werden konnten.

  • Gemeinsam stark: Um einen schnelleren Einsatzerfolg zu gewährleisten, arbeiteten die THW-Räumgruppen aus Schwandorf und Weiden eng zusammen.

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