16.04.2020

Isolationsschleusen für BRK-Altenheime und tägliche Express-Logistik gegen Corona

Von Stabsarbeit bis hin zum Eiltransport – THW als verlässlicher Partner in der Krise

Aus Holz-Verbundplatten errichteten die THW-Einsatzkräfte in drei Seniorenheime spezielle Schleusen zum Infektionsschutz. Für die Arbeiten wurden FFP2-Masken getragen.

Die Corona-Pandemie hält die Einsatzkräfte des Technischen Hilfswerks (THW) weiterhin auf Trab. Inzwischen sind alle 111 bayerischen THW-Ortsverbände regelmäßig im Einsatz. Nachdem die Nordoberpfalz besonders betroffen ist, kommt der Ortsverband Weiden auf bislang fast 80 Einsätze. Pro Tag rollen die Fahrzeuge quer durch die Region.

Seit Feststellung des Katastrophenfalls in Bayern am 16.03.2020 ist der THW-Ortsverband Weiden mit täglich 8 bis 15 Kräften im Einsatz. Schwerpunkt der Tätigkeiten ist weiterhin die Transportlogistik für den Freistaat Bayern sowie die Katastrophenschutzbehörden der Stadt Weiden in der Oberpfalz und des Landkreises Neustadt an der Waldnaab. Inzwischen rollen täglich Lieferungen von Schutzausstattung und Desinfektionsmittel von München aus in die alle 96 bayerischen Städte und Landkreise. Das Technische Hilfswerk (THW) bringt das Material zielgerichtet zu den einzelnen Lagerstätten, von wo aus durch die örtlichen Feuerwehren eine Weiterverteilung an Kliniken, Arztpraxen und Seniorenheime erfolgt.

Aktuell errichtet das Technische Hilfswerk (THW) aus Weiden für drei Seniorenheime des Bayerischen Roten Kreuzes (BRK) spezielle Isolationsschleusen, um die Bewohner besser schützen zu können. Die Konstruktionen aus Holz ermöglichen eine räumliche Abtrennung innerhalb der Heim-Stationen. Anforderungen an den Brandschutz werden dabei genauso berücksichtigt, wie die speziellen Voraussetzungen für den Infektionsschutz.

Die THW-Teams arbeiteten dafür mit entsprechender Schutzkleidung wie beispielsweise FFP2-Masken, um sich selbst und die Bewohner der Senioren- und Pflegeheime zu schützen. Die Einhaltung strenger Hygienemaßnahmen ist für die Einsatzkräfte selbstverständlich.

Regional sorgt das THW Weiden dafür, dass kurzfristige Transporte schnell durchgeführt werden können. Auch priorisierte Screening-Abstriche zur Feststellung von Covid-19-Infektionen werden im Auftrag des Gesundheitsamtes direkt von Weiden aus zum Bayerischen Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) nach Erlangen gebracht. Schnell und unbürokratisch helfen die ehrenamtlichen THW-Einsatzkräfte in dieser Krise. Im gemeinsamen Krisenstab der Stadt Weiden und des Landkreises Neustadt sind pro Schicht mindestens ein Sachgebietsleiter sowie ein Fachberater des THW vertreten. Außerdem stellt das THW im Verbund mit Feuerwehr und BRK auch zwei Örtliche Einsatzleiter (ÖEL).

In der Corona-Krise zeigt sich erneut, wie wichtig die Kooperation mit den Arbeitgebern der ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer ist. Nur durch die unbürokratischen Freistellungen für den THW-Dienst können die Einsätze in diesem historischen Ausmaß geleistet werden.

 

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  • Aus Holz-Verbundplatten errichteten die THW-Einsatzkräfte in drei Seniorenheime spezielle Schleusen zum Infektionsschutz. Für die Arbeiten wurden FFP2-Masken getragen.

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