01.02.2018, von Duschner Andreas

Großalarm nach Brand im Seniorenheim – 81 Senioren gerettet

THW Weiden baute Notunterkunft auf und half mit bei der Evakuierung.

„BRK und THW bauten Hand in Hand die Feldbetten in der Notunterkunft auf.“ - A. Duschner

Weiden / Neustadt/WN (01./02.02.2018). In der Nacht zum vergangenen Donnerstag sorgte der Brand des Seniorenheims St. Martin in Neustadt an der Waldnaab für einen Großalarm. Glück im Unglück hatten die 81 Senioren, welche unverletzt durch die Feuerwehr gerettet werden konnte. Noch während der Löscharbeiten sorgten das Bayerische Rote Kreuz und das Technische Hilfswerk (THW) aus Weiden dafür, dass die Senioren in eine Notunterkunft evakuiert werden konnten.

Bereits um 00:50 Uhr wurde mit der Alarmstufenerhöhung auf „B5 – Brand Altenheim“ die Fachberater-Schleife des THW Weiden alarmiert. Nachdem die Lage bereits durch die örtlich zuständige Feuerwehr Neustadt/WN bestätigt wurde, machten sich mit Thomas Schiller und Jan Braunreiter gleich zwei Fachberater auf dem Weg zu Einsatzstelle. Dies stellte sich auch als gute Entscheidung heraus, um sowohl jemanden für die Feuerwehr-Einsatzleitung als auch für die Sanitäts-Einsatzleitung des BRK abstellen zu können. Während die zehn eingesetzten Feuerwehren mit 24 Atemschutztrupps die Senioren aus dem stark verrauchten Gebäude befreiten, organisierte das Bayerische Rote Kreuz bereits eine Notunterkunft. Zwischenzeitlich wurden die Senioren in einem benachbarten Kindergarten untergebracht.

Mit der Schulturnhalle des Gymnasiums in Neustadt konnte rasch eine Bleibe für die Nacht und den anbrechenden Tag gefunden werden. Das BRK forderte schließlich auch das THW Weiden an, um Feldbetten zu liefern und den Vorplatz der Notunterkunft großflächig auszuleuchten. Umgehend nach dem Vollalarm lieferte das THW 40 Stück Feldbetten aus dem eigenen Bestand und besorgte anschließend mit dem Mehrzweckkraftwagen weitere 50 Stück Feldbetten sowie Decken und Stühle aus dem Katastrophenschutzzentrum in Neuhaus.

Während eine Gruppe die Logistik übernahm, baute die zweite Gruppe mit den BRK-Einsatzkräften die Feldbetten in der Schulturnhalle auf und bereitete die Ausleuchtung des Vorplatzes vor. Außerdem wurde noch eine Rampe aus Holz gebaut, um die Patienten auf Tragen oder in Rollstühlen barrierefrei in die Halle bringen zu können.

Parallel dazu organisierte Zugführer Heiko Engelbrecht die Verkehrslenkung, um den späteren Pendelverkehr mit Rettungswägen und Mannschaftransportwägen geordnet sicherstellen zu können. Im Laufe des Vormittags wurden noch die Rollstühle und Rollatoren aus dem Seniorenheim vom THW transportiert. Für den Transport der gehfähigen Senioren stellten die Weidener THW’ler zudem einen Mannschaftstransportwagen ab, welcher auch den gesamten Donnerstag unterwegs war, um die Senioren in andere Pflegeheime zu bringen.

Der THW-Einsatz wurde schließlich am Freitagnachmittag fortgesetzt. Schließlich musste die Notunterkunft wieder zurückgebaut werden, um die Turnhalle wieder für die reguläre Nutzung freigeben zu können.

Das THW Weiden war mit insgesamt vier Fahrzeugen und 22 ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern im Einsatz. Ein besonderer Dank ergeht an die Arbeitgeber, welche ihre Mitarbeiter unbürokratisch freistellten.


  • „BRK und THW bauten Hand in Hand die Feldbetten in der Notunterkunft auf.“ - A. Duschner

  • „Mit der Lichtgiraffe wurde der Vorplatz der Notunterkunft großflächig ausgeleuchtet.“ - A. Duschner

  • „Mit dem Mehrzweckkraftwagen wurden Feldbetten, Stühle und Decken transportiert.“ - A. Duschner

  • „Insgesamt 22 THW-Einsatzkräfte unterstützten die Vorbereitung der Evakuierung.“ - A. Duschner

  • „Am Freitagnachmittag wurde die Notunterkunft vom THW wieder komplett zurückgebaut.“ - Richard Meiler

  • „Die Einrichtung wurde wieder zurück in das Katastrophenschutzzentrum nach Neuhaus verbracht.“ - Richard Meiler

  • „Das THW ist für logistisch anspruchsvolle Einsätze sowohl technisch als auch personell gerüstet.“ - Richard Meiler

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